Die SPD-Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein kritisiert die Pläne baden-württembergischer Kommunen bei der kulturellen Ausbildung der Kinder zu sparen. Vor dem Hintergrund knapper kommunaler Finanzen ist es folgerichtig, dass gespart wird und Wünschenswertes zurückgestellt wird. Die Kommunen im Land müssen, wie viele Bürgerinnen und Bürger auch, den berühmten Gürtel enger schnallen. Viele Projekte die das Leben in einer Kommune liebens- und lebenswerter gestalten, fallen dem Rotstift zum Opfer. „Warum aber immer gerade bei den Kleinsten und Schwächsten zuerst gespart werden muss, ist nicht ganz einsehbar“, beklagt die Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein. In vielen Gemeinden haben Gemeinderäte mehrheitlich beschlossen, den Zuschuss für die Musikschule und Volkshochschule zu streichen. Stattdessen soll die Arbeit von örtlichen Vereinen übernommen werden. „Niemand will die wichtige und hervorragende Arbeit der Vereine schmälern. Dennoch besteht ein Unterschied zwischen einem ehrenamtlich agierenden Betreuer und einem akademisch-professionell ausgebildeten Musiklehrer“, macht sich die SPD-Abgeordnete für den Erhalt der Schulen stark.
Pressemitteilungen
Das Argument, dass die Beiträge für die Musik- und Volkshochschulen zu hoch seien und infolgedessen sowieso nur Kinder aus besser situierten Familien daran teilhaben können, ist ein Irrtum. „Viele Eltern sparen, damit ihre Kinder die bestmögliche Ausbildung im musischen Bereich erhalten können“, erläutert Rosa Grünstein. Musik, ist wie jeder weiß, wichtig für die Entwicklung eines jeden Menschen. Wer schon in der frühen Kindheit damit beginnen kann, entwickelt mehr als nur soziale Kompetenzen. Es ist nachgewiesen, dass Kinder, die musisch gefördert werden, mehr Leistung in Mathematik bringen, ihr räumliches Vorstellungsvermögen verbessern und durch Musikunterricht ihre Feinmotorik und Konzentration schärfen.
In vielen Regionen haben sich Gemeinden zusammengeschlossen, um die Bildungseinrichtungen gemeinsam zu finanzieren. Wenn sich nun einzelne Gemeinden ausklinken, ist diese Solidargemeinschaft aufgelöst und keine der beteiligten Gemeinden kann dieses wertvolle Angebot zu angemessenen Preisen seinen Bürgerinnen und Bürgern anbieten. „Es wäre wünschenswert, wenn sich die Gemeinden im Wahlkreis Schwetzingen gemeinsam einen Weg überlegen, wie es ihnen möglich ist, die Talente unserer Kinder weiterhin entsprechend zu fördern“, appelliert die SPD-Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein an die Verantwortlichen.
Homepage MdL Rosa Grünstein
